Media Development
“Media Development” ist eine Vierteljahreszeitschrift, die Erfahrungen aus aller Welt in Theorie und Praxis der Kommunikation einbezieht. Viele Autorinnen und Autoren schreiben aus der Perspektive des Südens und stellen dabei soziale, kulturelle und spirituelle Werte in den Mittelpunkt. „Media Development“ ist für alle Kommunikatorinnen und Kommunikatoren interessant und bietet ihnen fundierte und kritische Beiträge zu einem breiten Spektrum von Aspekten zu jeweils einem Schwerpunktthema und veröffentlicht außerdem wichtige Dokumente, Konferenzberichte, Beiträge zu Filmthemen sowie Buchbesprechungen. Die Zeitschrift vermittelt gemeinsame Anliegen auf der Suche nach gleichen Möglichkeiten, Gerechtigkeit und Menschenwürde in der Massen- und der Alternativkommunikation.
2008/2
A collection of articles examining the role of the press inside and outside Haiti in creating and maintaining the country current public image. Censorship and misinformation are discussed as well as journalists' self-censorship for economic or political reasons. Community radio and citizen's journalism are seen as two possibilities for greater transparency and rebuilding trust. This issue also includes pieces on Victor Jara, media reform, and media and social change in Venezuela.
2008/1
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Kommunikation ist in gleicher Weise ein grundlegendes Bedürfnis der Menschen, wie dies die Bedürfnisse nach Essen, Wasser und Unterkunft sind. Ein angemessener Zugang zu Kommunikationsinstrumenten und eine faire Beteiligung an gesellschaftlichen Kommunikationsprozessen muss als Menschenrecht anerkannt werden – ein Recht, das bisher nicht uneingeschränkt von Menschen in Anspruch genommen werden kann, die in Armut leben. Eine breitere gesellschaftliche Anerkennung dieses Rechts-Ansatzes in Kommunikationsfragen sowie des Ziels der Überwindung von Kommunikationsarmut und Armut im Allgemeinen ist in der heutigen Zeit notwendig, wo nach Wegen gesucht wird, um wirkliche Veränderung durch und für Menschen zu erreichen, die in Armut leben. |
2007/4
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Wie kommunizieren wir Frieden? Menschen, die verantwortliche Positionen in den Medien innehaben, sowie Künstlerinnen und Künstler, die schreiben, zeichnen, Regie führen und produzieren, können dazu beitragen, indem sie ausgewogen berichten, das soziale Verantwortungsbewusstsein gegenüber dem Gewinnmotiv betonen und Friedensinitiativen bekannt machen und fördern. Religiöse Organisationen können ihre Strukturen und Netzwerke nutzen, um Kommunikatorinnen und Kommunikatoren dazu herausfordern, ethisch und sozial verantwortungsbewusst zu berichten. Sie sollten wahrnehmen, dass die einzelnen Menschen zugleich Bürger einzelner Nationen und der Einen Welt sind, in der das Lokale und das Globale eng zusammenhängen. |
2007/3
Es gibt keine „allgemeine Theorie“ des Terrorismus, so wie es eine „Realität“ gibt. Es gibt wenig Übereinstimmung darüber, wie Terrorismus definiert werden kann, obwohl es allgemein akzeptiert wird, dass Terrorismus die absichtlich Anwendung von Gewalt oder die Drohung mit Gewalt gegen die Zivilbevölkerung zur Erreichung politische Ziele ist. Eine Definition von Terrorismus muss notwendigerweise ebenso für staatlich geförderten Terror wie für den Terror von Nichtregierungsgruppen und Einzelpersonen passen Wie behandeln die Massenmedien diese Thematik? Welche Verantwortung haben Kommunikatorinnen und Kommunikatoren, die über Terror berichten?
2007/2
Im Mittleren Osten ist der Einfluss der neuen Informations- und Kommunikationstechnologien als „Tod der Medien“ bezeichnet worden. Das Internet, Websites, Digitalkameras, Podcasts, Bloggen, Mobiltelefone und kleine preiswerte Radiosender haben den traditionellen Medienbereich radikal verändert. Medienaktivistinnen und -aktivisten werden zu „Bürger-Reportern“ und praktizieren das Mantra der Indymedia-Bewegung: Wir sind die Medien. Wie können die Massen- und lokalen Alternativmedien im Mittleren Osten und außerhalb der Region die ständige Wiederholung von Stereotypen in der Medienberichterstattung überwinden und eine Vielfalt von Identitäten und Auffassungen präsentieren?
2007/1
WACC und die Universität von Colorado in Boulder/USA haben kürzlich eine Konferenz zum Thema „Fundamentalism and the Media“ durchgeführt. Dies bot professionellen Medienmachern und Medienwissenschaftlern die Gelegenheit, gemeinsam zu untersuchen, wie Fundamentalisten Medien nutzen und ob der Fundamentalismus ohne die Medien existieren könnte. In dieser Ausgabe von Media Development veröffentlichen wir Beiträge der Konferenz sowie weitere Texte zur Thematik.
2006/4
Die Verbesserung der Möglichkeiten der Armen und Marginalisierten zur Nutzung von Kommunikation zur Verbesserung ihres Lebens wird inzwischen von vielen Nichtregierungsorganisationen als unverzichtbar angesehen, um eine gerechte Zukunft für alle zu erreichen. Süden und Norden, Information und Wissen sind von entscheidender Bedeutung, um die Möglichkeiten zu politischer, sozialer, ökonomischer und kulturellem Veränderung angemessen und erfolgreich zu nutzen. Aber um tatsächlich nützlich zu sein, müssen Wissen und Informationen verfügbar, zugänglich und auf eine wirksame Weise kommuniziert werden. Diese Ausgabe von „Media Development“ enthält ein breites Spektrum von Gedanken zu Theorie, Praxis und Politik einer Kommunikation, die zu Entwicklung und zur Stärkung der Menschen beiträgt.
2006/3
In der Vergangenheit hat sich die Kommunikation mit Zeichen und Symbolen zu Sprachen entwickelt, die aufgeschrieben wurden. Aus symbolischen Technologien wurden später elektronische Technologien, durch die die Informationsgesellschaft entstand. Die Grundlage für Computer und Kommunikationstechnologien bildet die digitale Information. Nun wachsen digitale Technologien mit der organischen Welt zusammen, auch mit dem menschlichen Körper. Einer der Autoren in dieser Ausgabe von „Media Development“ schreibt: „Welche Position man auch zu den konvergierenden Technologien haben mag, so kann doch kein Zweifel bestehen, dass die Menschheit auf dem Weg ist, neue Werkzeuge zu entwickeln, die große Auswirkungen auf unsere Zukunft haben werden.“ Neue Technologien haben ein sehr großes Potenzial, aber sie haben zugleich die Eigenschaft, uns als Menschen zu verändern. Allein schon aus diesem Grund müssen Kommunikatoren und Gesellschaften in eine breit angelegte Debatte über die großen sozialen und ethischen Themen eintreten, die aus der Konvergenz von digitalen Technologien und anderen Technologien entstehen.
2006/2
In der Vergangenheit hat sich die Kommunikation mit Zeichen und Symbolen zu Sprachen entwickelt, die aufgeschrieben wurden. Aus symbolischen Technologien wurden später elektronische Technologien, durch die die Informationsgesellschaft entstand. Die Grundlage für Computer und Kommunikationstechnologien bildet die digitale Information. Nun wachsen digitale Technologien mit der organischen Welt zusammen, auch mit dem menschlichen Körper. Einer der Autoren in dieser Ausgabe von „Media Development“ schreibt: „Welche Position man auch zu den konvergierenden Technologien haben mag, so kann doch kein Zweifel bestehen, dass die Menschheit auf dem Weg ist, neue Werkzeuge zu entwickeln, die große Auswirkungen auf unsere Zukunft haben werden.“ Neue Technologien haben ein sehr großes Potenzial, aber sie haben zugleich die Eigenschaft, uns als Menschen zu verändern. Allein schon aus diesem Grund müssen Kommunikatoren und Gesellschaften in eine breit angelegte Debatte über die großen sozialen und ethischen Themen eintreten, die aus der Konvergenz von digitalen Technologien und anderen Technologien entstehen.
2006/1
Am 25. Oktober 2005 hat die UNESCO das „Übereinkommen zum Schutz und zur Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen" verabschiedet. Einhunderteinundfünfig Nationen stimmten für den Text, darunter die 25 Mitglieder der Europäischen Union sowie Brasilien. Zwei Jahre hitziger Verhandlungen führten zu einem Dokument, das „klar, sorgfältig ausgewogen und in Übereinstimmung mit den Prinzipien des internationalen Rechts und der Menschenrechte ist“ oder – je nach Standpunkt – angesehen wird als „eine Charta skrupelloser Regierungen, um Handelsbarrieren zu errichten, Minderheitskulturen zu unterdrücken und den freien Fluss der Informationen zu blockieren“. WACC schließt sich dem Aufruf an die Regierungen, die neue Übereinkunft zu ratifizieren und dem Aufruf an die Zivilgesellschaft an, die Übereinkunft als Grundlage für die genaue Beobachtung der zukünftigen bilateralen und multilateralen Handelsverhandlungen anzusehen und ebenso als Instrument, um die internationale und nationale Politik in Fragen der Kultur, Medien und Kommunikation zu verändern.








